Bodenbelag Garage

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Manni
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von Manni »

Ihr habt probleme.
Betonboden!Bei planbarer sauerei immer pappe drunter packen.
oder Werkstattkacheln verlegen, fertig.

Ganz Ehrlich, die Mineralölindustrie kippt Millionen Liter Rohöl ins Meer und hier wird über ein paar Tropfen diskutiert die beim Ölfilter abschrauben verloren gehen.

Übrigens, Öliges Werkzeug rostet nicht :lol:

Gruß Manni
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tobias_h
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von tobias_h »

Moin!

Ich habe bei mir eine 2K-Epoxy Beschichtung von Remmers genommen.
Glaube BS3000 heißt das Zeug...

Auf keinen Fall normale Beton-Farbe oder 1K Beschichtungen aus dem Baumarkt nehmen!
Die sind zwar öl- und benzinfest usw., aber das schlimmste sind die Weichmacher aus den Autoreifen! Und das können die normalen 1-Komponenten Produkte nicht ab.. (siehe Beitrag von Dennis)

Die Remmers-Produkte gibt es auch in verschiedenen Farben und man kann sogar Quarzsand hinzugeben um eine rauhe, nicht rutschige Oberfläche zu erzeugen.
Das hab ich mich damals allerdings nicht getraut, weil ich Angst hatte, dass man dann evtl. schlecht reinigen/wischen kann.

Habe die Beschichtung jetzt seit ca. 11 Jahren drauf und bin sehr zufrieden.
Es lassen sich sämtliche Flüssigkeiten prima wegwischen, ohne Flecken/Spuren zu hinterlassen.

Einziger Nachteil, wenn man wie ich einen hellen Farbton nimmt (glaub habe Kieselgrau) ist,
dass die blöden kleinen Unterbodenschutz-Brösel sich prima festtreten und dann mit der Zeit zu ca. 1-10Cent-Stück großen schwarzen Punkten verteilt in der Werkstatt werden... :-k

Die gehen aber mit etwas Mühe und einem Benzin-Lappen auch weg wenn man will.


Gruß,
Tobias
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Mr_Sniper
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von Mr_Sniper »

Naja.. nen Concours d'Elegance muss meine Garage nicht gewinnen,mir ists halt bloß wichtig dass es da nicht so rutschig is wie Regensburgs Straßen wenn das Salz alle ist... ob der Boden n paar hässliche Flecken hat is realtiv egal.
Mal schauen,bin jetzt noch beim Preisvergleich welches Unternehmen mir im Frühjahr das Fundament schalen und giessen soll ;-)
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von Kultkombi »

Was auf dem Boden sinnig ist hängt primär von der geplanten Nutzung der Garage, bzw. generell vom konstruktiven Aufbau des Gebäudes ab.

Als Beispiel die Garagen meiner Eltern:
Unterkellerter Betonboden-> Estrich-> Versigelungsanstrich.
War zwar schön eben, leicht zu reinigen und optisch einigermaßen passabel, aber in Verbindung mit einer klassisch verputzten Zigelwand und winterlicher Nutzung totaler Müll.
Gab im Winter (bei abtauenden Autos) dauernd feuchte Wände und abblätternde Farbe.
Seit der Boden nun gefliest ist (inkl. Sockel), ist alles in Ordnung - und schöner Arbeiten lässt sich darauf auch.

Käme nun aber auf die Bodenplatte eine luftige Holzkonstruktion, so hätte ich auch bei geschliffenem Estrich mit 2K Epoxy-Anstrich, wie von Tobias vorgeschlagen, kein Bauchweh.

Worauf ich noch achten würde: Garagentorschwellen unbedingt aus Edelstahl!
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von weichei65 »

Dein Ernst? Wenn dort geschraubt und auch mal geflext wird ist Edelstahl schnell rostig, lernt jeder Metallbauer im Grundlehrgang. Im Übrigen ist an konfektionierten Toren die Schwelle schon an der Zarge. Diese auszutauschen würde u.U. einen zusätzlichen Korrosionsgrund bieten.

Zum Thema: Mein Opa hat seine Garage Anfang der 70er gebaut, dort durfte ich in früheren Jahren öfters mal schrauben. Der Betonboden ist mit einem 2k-Material seit damals versiegelt und hat sich mehr als bewährt. Nur bei fieser Ölkleckerei wird er zur Rutschbahn.
Fliesen sind mir persönlich sympathischer, auch das vorgeschlagene Hirnholzparkett ist sehr schön, aber teurer und schnell unschön, wenn man mal kleckert.
Fliesen sind da unempfindlicher und der Boden bleibt im Rahmen Atmungsaktiv, wirklich öldicht sind sie aber nur bei entsprechender Untergrundbehandlung, dann aber auch nicht mehr Atmungsaktiv. Der Feuchtigkeit bleibt in so einem Fall also immer nur der Weg über die Raumbelüftung wie bei Kunststoffen auch.
Wer aber auf sowas einmal (in hellem grau) geschraubt hat und weiss, wie sauber das sein kann wird es nicht mehr missen wollen. Optisch und bauchemisch gibts ganz klar schöneres, aber da muss man wissen, was man will.
Ich klebe auch kein Styropor an meine 100 Jahre alte Ziegelfassade.....
Die Lösungen gegen die Schweinerei im Bezug auf sauberes Arbeiten hören sich alle nett an, sind aber bei manchen Raparaturen nicht praktikabel. Ein Sack Ölbinder gehört immer in die Nähe, wenn man es etwas intensiver betreibt!
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von Kultkombi »

weichei65 hat geschrieben:Dein Ernst? Wenn dort geschraubt und auch mal geflext wird ist Edelstahl schnell rostig, lernt jeder Metallbauer im Grundlehrgang. Im Übrigen ist an konfektionierten Toren die Schwelle schon an der Zarge. Diese auszutauschen würde u.U. einen zusätzlichen Korrosionsgrund bieten.
Ja, mein Ernst.
Lieber oberflächliche Kontaktkorrosion auf Edelstahl, als von der winterlichen Sole zerfressener S235JR.
Wie das dann en detail auszusehen hat, kann ich dir aus dem Stehgreif nicht sagen.
Ich bin aber fest davon überzeugt, dass sich da auch für Baumarkttore eine praktikable Lösung finden lässt.
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Mr_Sniper
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von Mr_Sniper »

Als Tor wird ein Klassisches Flügeltor reinkommen... bezüglich einer Zarge unten wäre ich jetzt auf normalen Stahl ausgewichen,großartig im Winter rein raus fahren werde ich da eh nicht,die Garage soll ein Unterstellplatz primär für meinen GLS werden.Und so oft muss am Jägervari auch wieder nicht rumgeschraubt werden.
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von weichei65 »

Nur zur Info: Das bleibt nicht bei oberflächlicher Kontaktkorrosion, Das frisst, wenn auch nicht ganz so schnell, richtig tiefe Narben ins Material, insbesondere wenn es nicht richtig gepflegt wird, das kenne ich aus eigener Erfahrung, Teile meiner Werkstattausrüstung sind aus Edelstahl (habe zwei Molkereischliessungen mitgemacht!). Edelstahl schützt sich durch die schnell entstehende Chromoxidschicht, wenn die untergraben wird, ist er genauso angreifbar wie normaler. Derlei Schweinereien kann man auch recht gut an nicht oder schlecht gebeizten Schweissnähten beobachten, ebenso wenn irgendwelche Intelligenzbolzen wohlmeinend Edelstahlschrauben an verzinktem Material verwenden. Erst rostet das verzinkte (!) Material binnen Jahresfrist, kurz danach sitzt der Gammel auch an den Edelstahlschrauben, die dann kaum noch loszubekommen sind. Noch ein Nachsatz zur Warnung: Beim Schleifen von Edelstahl entstehen Chrom-6-Verbindungen, die sind hochgiftig, weswegen z.B. das Chromatieren hierzulande auch verboten werden soll (oder schon ist??). Ich verstehe immer diese Hype auf Edelstahl nicht, sicher ein schönes Material mit guten Eigenschaften, wo es hinpasst oder sinnvoll ist. Bekanntermassen ist wegen der Verwendung von Bewehrungen aus der der falschen Edelstahllegierung (es gibt über 200!) in den 80ern in der Schweiz mal eine Schwimmhalle eingestürzt, weil das Chlor unsichtbar die kristalline Struktur zerstört hat. Aufgrund solcher ereignisse sind heute nur noch wenige (besonders teure!) Stähle für solche Anwendungen zugelassen, ähnliches gilt für Befestigungstechnik in öffentlichen und sicherheitsrelevanten Bereichen. Wirtschaftlich gesehen würde ich meine Aussengeländer, Treppen oder Zäune lieber aus verzinktem S235JR (ehem.ST37) machen, das ist weitaus pflegeleichter und lebt gut gemacht auch ewig, wenn man einige Regeln beachtet, nicht einbetonieren z.b..
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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von jsfk »

Bei mir in der Werkstatt liegt der rohe 20cm starke Betonboden, und das schon seid mehr als 20 Jahren denn vor mir war der Bauer mit seinen Landmaschienen dort drinn und zwischenzeitlich auch mal die örtliche freiwillige Feuerwehr.

Also ich kann mich nicht beschweren . Und es stört mich auch nicht weiter das dort " nur " beton liegt.

Soll ja auch nur drauf gearbeitet werden ich will da ja nicht Wohnen.

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Re: Bodenbelag Garage

Beitrag von Robert »

Mr_Sniper hat geschrieben: Meine Architektin hat mir übrigends Hirnholzparkett vorgeschlagen,das wäre ein klassischer Werkstattbodenbelag.Hab mal nachgeschaut,das wäre mir eigentlich zu teuer.Hat jemand damit schon mal Erfahrungen gemacht?
Stöckelparkett (Hirnholzparkett) ist in der Tat der beste Boden für ölige Umgebungen. Man ermüdet beim Stehen darauf nicht so, wie auf blankem Estrich, glaub mir, habs im Kreuz und weiß wovon ich rede.

Eine preiswerte Alternative dazu sind OSB-Platten (Oriented Strand Boards), das sind diese Platten, aus denen man Holzhäuser baut. Gibts als Boden Verlegeplatten mit Nut und Feder in handlichen Formaten. Eigenschaften praktisch wie Stöckelparkett, wasserfest verleimt, rutschfest, ölbeständig usw.
Kommt drauf an ob Deine Werkstatt edel aussehen soll oder ernsthaft darin gearbeitet wird – in letzterem Falle OSB… :mrgreen:
Das einzige technische Problem eines 32B sitzt am Steuer…