Moin.
Es geht um einen 32b mit H-Zulassung. Für dieses Fahrzeug exestiert ein Gutachten für Oldtimer-Fahrzeuge (Ergebnis der Begutachtung: Das beschriebene Fahrzeug ist .... Unrestaurierter Originalzustand mit entsprechenden Gebrauchsspuren ... ein Oldtimer im Sinne des §23 StVZO ). Ich nehme mal an, das dieses die Grundlage für die "H"-Zulassung ist. Nun muss das Fahrzeug erneut zur HU. Der optische Zustand hat sich seit der Erstellung leider erheblich verschlechtert. Die normale HU würde er aber trotzdem bestehen.
Frage: Kann einem die H-Zulassung bei erneuter HU aberkannt werden, weil dem Prüfer der aktuelle Zustand nicht mehr H-Konform ist?
Danke für Tipps und Anregungen.
Gruß, Detlev
Aberkennung der H-Zulassung aus optischen Gründen möglich?
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Aberkennung der H-Zulassung aus optischen Gründen möglich?
Ist der Motor kalt, gib ihm siebeneinhalb 
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Re: Aberkennung der H-Zulassung aus optischen Gründen möglic
Hallo Pizza,
Das wäre schon möglich, wobei die Oldtimer-Eigenschaft in den Papieren eingetragen ist und somit der Prüfer das nicht einfach „aberkennen“ kann. Er kann aber die neue Plakette verweigern bzw. für deren Erteilung eine optische Aufarbeitung fordern, genau wie bei technischen Mängeln.
Fahr doch einfach vorher mit dem Auto im Istzustand beim Prüfer bzw. der Prüforganisation deines Vertrauens vorbei und frag nach.
Gruß Philip
Das wäre schon möglich, wobei die Oldtimer-Eigenschaft in den Papieren eingetragen ist und somit der Prüfer das nicht einfach „aberkennen“ kann. Er kann aber die neue Plakette verweigern bzw. für deren Erteilung eine optische Aufarbeitung fordern, genau wie bei technischen Mängeln.
Fahr doch einfach vorher mit dem Auto im Istzustand beim Prüfer bzw. der Prüforganisation deines Vertrauens vorbei und frag nach.
Gruß Philip
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Re: Aberkennung der H-Zulassung aus optischen Gründen möglic
Hallo,Pizza hat geschrieben: Frage: Kann einem die H-Zulassung bei erneuter HU aberkannt werden, weil dem Prüfer der aktuelle Zustand nicht mehr H-Konform ist?
theoretisch ja.
Ohne jetzt genau nachzulesen, steht in den H-Kriterien drin:......Das Fahrzeug muß Zustand 3 sein .......
Also kann es aus diesem Grund nicht aberkannt werden, weil Zustand 3 eigentlich aussagt, daß das Fahrzeug die HU schafft (durch den TÜV kommt).
Ich gehe natürlich davon aus, daß die Originalität nicht umgebaut wurde (Felgen, Federn, ....)
Eventuell kann er nur eine Nachbesserung verlangen (Mängelliste, die innerhalb eines Monats behoben werden muß.
Und das ganze ist nur meine persönliche Meinung, mit einem Prüfer habe ich darüber noch nicht sprechen müssen.
MfG
Günter
1956 Warszawa M20
1983 Passat GL Coupe
2016 Passat GLS Anhänger
1985 Passat Variant CL TD , 466 338 km Erstbesitzer (TOT)
1994 Astra F Cabrio Bertone
2000 Passat 3B Var PD
1968 MZ TS 250
1950 NSU Fox
199? Fahrrad (in seltener Benutzung)
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Re: Aberkennung der H-Zulassung aus optischen Gründen möglic
Ja, grundsätzlich kann das "H" bei extemer Verschlechterung des Zustands ab erkannt werden.
Aber da hat der Prüfer einigen Ermessensspielraum. Zunehmende Patina ist da meist kein Problem. Deutliche Rostansätze, eine völlig zerdellte Karosserie oder eine verwahrloste Innenausstattung dagegen schon.
Gruß
Kuddl
Aber da hat der Prüfer einigen Ermessensspielraum. Zunehmende Patina ist da meist kein Problem. Deutliche Rostansätze, eine völlig zerdellte Karosserie oder eine verwahrloste Innenausstattung dagegen schon.
Gruß
Kuddl
Mein kleiner Fuhrpark:
1973 Passat L, "474", ungeschweisst u. 1. Lack
sowie:
1972 Mercedes 450 SL
1973 Mercedes 350 SLC
2005 VW Polo 1.4 Aut.
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Re: Aberkennung der H-Zulassung aus optischen Gründen möglic
Kleiner Nachtrag:
Das mit "Zustand 3" ist schon seit einiger Zeit nicht mehr aktuell.
Der Prüfer muss den Zustand jetzt als "erhaltenswert" einstufen. Das meinte ich mit "Ermessensspielraum" bei der Abnahme.
Und wieso ist Philp`s Beitrag bei mir eigentlich erst eine halbe Stunde später zu sehen?
Er hat natürlich Recht: Der Prüfer kann nur die Abnahme verweigern, das "H" aber nicht aberkennen...
Das mit "Zustand 3" ist schon seit einiger Zeit nicht mehr aktuell.
Der Prüfer muss den Zustand jetzt als "erhaltenswert" einstufen. Das meinte ich mit "Ermessensspielraum" bei der Abnahme.
Und wieso ist Philp`s Beitrag bei mir eigentlich erst eine halbe Stunde später zu sehen?
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Er hat natürlich Recht: Der Prüfer kann nur die Abnahme verweigern, das "H" aber nicht aberkennen...

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Re: Aberkennung der H-Zulassung aus optischen Gründen möglic
Hallo zusammen,
meine letzte Info dazu ist, daß das Fahrzeug "erhaltenswert" und "original" sein muß.
Zeitgenössisches Zubehör fällt auch darunter.
Aber wie man "erhaltenswert" definiert ist wohl von Prüfer zu Prüfer verschieden.
Hier in Köln habe ich schon etliche Oldtimer mit H-Kennzeichen gesehen, bei denen
ich mich gefragt habe, wieviel der Besitzer dafür wohl "extra" bezahlt hat.
Eine Ford Badewanne mit Beulen und derart vielen und tiefen Roststellen, daß
diese nicht erst in den letzten Wochen entstanden sein können. Gleiches gilt für
einen R 16. Am "besten" jedoch finde ich einen T1-Bully. Tiefergelegt, schwarz-lila
lackiert und Porschefelgen. Ich denke auch, daß du mit deinem Wagen einfach mal zur
Prüfstelle fährst und fragst. Und notfalls das selbe nochmal irgendwo anders.
Habe das auch schon selber so gemacht als ich meinen 73er Wohnwagen für die 100 km/h-Zulassung prüfen lassen wollte. Unser TÜV-Mann forderte Nachweise vom Hersteller-konnte ich erbringen. Dann plötzlich kamen Bedenken wegen der Radlager (war vorher keine Rede von). Man merkte jedenfalls, daß der Prüfer nur unter Androhung von Gewalt bereit wäre die Zulassung zu erteilen. Bin dann zu einem freien Prüfer gefahren....und 20 Minuten später war alles gut.
meine letzte Info dazu ist, daß das Fahrzeug "erhaltenswert" und "original" sein muß.
Zeitgenössisches Zubehör fällt auch darunter.
Aber wie man "erhaltenswert" definiert ist wohl von Prüfer zu Prüfer verschieden.
Hier in Köln habe ich schon etliche Oldtimer mit H-Kennzeichen gesehen, bei denen
ich mich gefragt habe, wieviel der Besitzer dafür wohl "extra" bezahlt hat.
Eine Ford Badewanne mit Beulen und derart vielen und tiefen Roststellen, daß
diese nicht erst in den letzten Wochen entstanden sein können. Gleiches gilt für
einen R 16. Am "besten" jedoch finde ich einen T1-Bully. Tiefergelegt, schwarz-lila
lackiert und Porschefelgen. Ich denke auch, daß du mit deinem Wagen einfach mal zur
Prüfstelle fährst und fragst. Und notfalls das selbe nochmal irgendwo anders.
Habe das auch schon selber so gemacht als ich meinen 73er Wohnwagen für die 100 km/h-Zulassung prüfen lassen wollte. Unser TÜV-Mann forderte Nachweise vom Hersteller-konnte ich erbringen. Dann plötzlich kamen Bedenken wegen der Radlager (war vorher keine Rede von). Man merkte jedenfalls, daß der Prüfer nur unter Androhung von Gewalt bereit wäre die Zulassung zu erteilen. Bin dann zu einem freien Prüfer gefahren....und 20 Minuten später war alles gut.
Gruß aus dem Rheinland, Thorsten
Kia Soul (2017)
VW Passat FLH (1986)
Constructam Condor (1973)
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