OST hat geschrieben:Ich glaub ich muss mir das auch mal wieder antun.
Soso.
Da lässt sich sicher das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
Zur Neuwagen-Problematik: ich hab das natürlich wie in den Vorjahren und wie die Leute von anderen Clubs auch wieder im Bewertungsbogen kritisiert, auch wenn wir diesmal selbst ausnahmsweise ein sehr junges Fahrzeug gezeigt haben.
Bringen wird es nichts. Solange die Messe diesen Bereich bewusst fördert und bewirbt (Stichwort: "Neo Classics"), wird es weiter zunehmen. Allgemein geht es auf den "Oldtimer"messen schon seit Jahren immer weniger um die Liebe zum Blech aus alter Zeit, sondern ums Prestige. Das ist erkennbar an der ständigen Ausbreitung der Stände von Herstellern und Händlern sogenannter "Premiummarken", der jährlich zunehmenden Teilnahme von US-Fahrzeugen und natürlich an den aufgerufenen Preisen, die bestimmte Modelle als Spekulationsobjekte etablieren sollen. Auch die jährlich stattfindenden Sonderschauen sind davon geprägt, so wie dieses Jahr das Thema M5 von BMW. Wann kommt die Sonderschau zur Entwicklung der 5er Reihe allgemein? Nie.
Mir geht diese Entwicklung auch total gegen den Strich, aber ein Umdenken wird jedes Jahr unwahrscheinlicher. Denn die Messen spiegeln damit eigentlich nur die in den letzten 10 bis 15 Jahren zu beobachtende allgemeine Entwicklung der Oldtimerszene vom typischen Jedermann-Schrauberhobby hin zum Angeber- und Elitehobby wieder. Messe für PS- und Geldgeprotze wäre inzwischen eigentlich die bessere Bezeichnung. Jetzt fehlen nur noch die Stände von Psychiatern, die sich der klassischen Behandlung der bei der typischen Klientel offensichtlich massenweise vorhandenen Minderwertigkeitskomplexe annehmen.
Gruß Philip