Rostige Türen und Radläufe habwegs über den Winter bekommen

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Manuel
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Re: Rostige Türen und Radläufe habwegs über den Winter bekom

Beitrag von Manuel »

Hallo zusammen,

um jetzt nur mal das Thema "Türen" aufzugreifen:

Ein Aspekt, der noch nicht genannt wurde, ist die Tatsache, dass wohl (zumindest) die Beifahrertür nur unterhalb der Stoßleiste korrodiert ist.
Bevor man jetzt aufwändig eine bessere Tür komplett umlackiert bzw. umlackieren lässt kann es schon aus rein optischen Gründen sinvoller sein, so eine Türe instandzusetzen und dann das komplette Blechstück unterhalb der Stoßleiste zu lackieren.
Viele Lackierer bekommen es einfach nicht hin (oder haben nicht die Mittel), um den neuen Lack dem gealterten Rest anzupassen.

Das Ganze ist aber wie gesagt alles eine Frage der persönlichen Voraussetzungen. Wer weder schweißen noch lackieren kann (ich kenne sogar Leute, die aufgrund ihrer 2 linken Hände nicht in der Lage sind, das Türinnenleben zu tauschen), sollte in der Tat lieber eine andere Tür, wenn nicht sogar einen anderen Wagen wählen.

Gruß
Manuel
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nordost
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Re: Rostige Türen und Radläufe habwegs über den Winter bekom

Beitrag von nordost »

moin,

möcht hier nochmal einen ausgraben..
Tilman hat geschrieben:..Damit sind wir dann ganz schnell auch bei den Haltestiften der Plastikverkleidung über den Tankentlüftungsschläuchen im hinteren rechten Radhaus und bei dem "üblichen" Rost um die Durchführung jener Entlüftungsleitungen durch den Längsträger/Radhaus herum zum Tank..
nachdem ich voriges jahr das letzte mal nach dem tankrüssel gesehen hatte, hab ichs jetzt wieder mal getan. naja, mit rostschutzfarbe oder fett isses nicht mehr getan. die vordere halterung ist schonmal ab und um die entlüftungsdurchführung siehts auch nicht gerade rosig aus.

Bild

also hab ich da erstmal platz gemacht, damit ich sehe, was da alles los ist. da kommt die verkleidung an der oberseite des radhauses ins spiel. nachdem ich vorsichtig und mit rostlöser versucht hab, die schrauben zu lösen, sind mir auch zwei von drei abgerissen. stop.

Bild

hättet ihr tips wie ich die sache möglichst unbeschadet abbekomme? lohnt es sich vorsichtig zu sein, oder reissen die gewindestifte spätestens beim einbau ab?

könnte mir bitte jemand mit schweissarbeiten aushelfen? hab weder das gerät noch das wissen. :(

cheers!
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Re: Rostige Türen und Radläufe habwegs über den Winter bekom

Beitrag von nikalla »

Schlagt mich - aber ich würde die Tür retten ( bzw. pfuschen). Der optimale Roststopp ist immer noch das Blankschleifen, Einpinseln mit Rostumwandler und Lackauftrag.
Bei meinem kam der Rost unmittelbar vorn und hinten unter der Leiste raus, hier sitzt er relativ weit unten. Hinten wird sie dennoch vor allem innen durch sein.
Vorn sitzt der Rost wie erwähnt untem im Falz, es rostet dann das Türblatt hoch. Dessen Material ist der Erfahrung jedoch dick genug, dass der Rost nur oberfächlich ist. Rost hat ferner die Eigenschaft, angrenzende Lackpartien zu verfärben. Ich würde mit Lackreiniger die Partien erst mal reinigen. Das hat auch den Vorteil, dass man soviel Originallack wie möglich lassen kann und nachlackierte Partien dadurch später möglichst klein (und damit möglichst wenig sichtbar) sind.

Was übrig bleibt mit Bohrmaschine mit Drahtbürstenaufsatz bearbeiten. Fertan ist effektiv, versiegeln tut jedoch erst ein klassischer Lackaufbau, mit Grundierung und Lack, bei solch kleinen Stellen bietet es sich sogar besser an, mit einem Pinsel zu arbeiten.

Ich weiss, es ist Kurpfusch, auch zeitwertgerechte Reparatur genannt. Nicht jeder hat jedoch die Möglichkeiten, eine Tür mit Komplettlackierung zu tauschen. Für mich war (und ist) es aber auch zuweilen Bestätigung und Ergeiz, wenn der Rott gestoppt ist und es optisch gut wird.

Zeitaufwand: Jetzt im Spätsommer ist eigentlich der optimale Zeitpunkt, ein Wochenende Arbeit sollte es sein. Nach der Salzsaison wird man optisch jedoch wieder ranmüssen.
Dann kann mans auch so lassen, da wird sich in der Zeit nicht mehr viel verändern.
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Re: Rostige Türen und Radläufe habwegs über den Winter bekom

Beitrag von schallundrauch »

Ich habe da sehr gute Erfahrungen mit Owatrol Öl gemacht.

Die hintere Ecke der Fahrertür von meinem Kombi hatte ich damit "hingepfuscht".

Erst groben Rost weg, dann gut spülen und trocknen lassen (Heißluftpistole), dann mit Owatrol (auch von innen) geflutet und trocknen lassen, danach ein zweiter Owatrol aufguss.
Nach etwa einer Woche dann die Löchlein mit Karosseriedichtmasse "verspachtelt" und das ganze mit Brantho Korrux Nitrofest übergejaucht.

Die Behandelte Ecke sieht auch jetzt nach etwa 3-4 Jahren kaum schlimmer aus als vorher, nur der Rest der Tür ist langsam halt auch hin, aber ersatztüren stehen eh schon lange bereit ;)